Nachdem es in letzter Zeit etwas ruhiger um die NPD in Bochum geworden ist, versammelten sich am Donnerstag ca. 25 Nazis in der City um ein Fanal gegen „Kinderschänder“ zu setzen. Spontan formierte sich Gegenprotest:
Bochum: NPD Kundgebung auf dem Husemannplatz
Am Donnerstag, den 09.02.2012, gegen 18:00 Uhr versammelten sich 25 Nazis aus dem Ruhrgebiet auf dem Husemannplatz in Bochum. Diese haben eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen die Verharmlosung von Kindesmißbrauch – Höchststrafe für Sexualstraftäter“ abgehalten, jedoch blieb diese nicht lange ungestört. Grund für die Kundgebung war wohl ein Prozess bezüglich eines Sexualtäters vor dem Bochumer Amtsgericht. (mehr…)
Am 12. Januar versammelten sich Aktivist_innen aus verschiedenen Zusammenhängen in der Bochumer Innenstadt, um auf das skandalöse Vorgehen der Dessauer Polizei und den Fall Oury Jalloh aufmerksam zu machen
Im Ruhrgebiet gegen rassistische Repression in Dessau
…Widerstand an jedem Ort!
Als Reaktion auf den brutalen Polizeiangriff auf die jährliche Gedenkdemo für Oury Jalloh, die letzten Samstag in Dessau stattfand, versammelten sich in Bochum am frühen Donnerstagabend (12.1.) etwa 30 Aktivist_innen in der Innenstadt mit 1000 Flugblättern und Transparenten, um diesen beispiellosen Akt der Repression anzuprangern.
Zunächst verteilten sich alle in den Einkaufsstraßen zwischen Rathaus und Bermuda-Dreieck, um mit den Flugblättern einzelne Passant_innen zu erreichen. Binnen einer dreiviertel Stunde waren alle Flugblätter verteilt. Es versammelten sich alle erneut, packten die Transpis aus und zogen in einer geschlossenen Demonstration zum Bochumer Hauptbahnhof. Gegen 19 Uhr war die Aktion beendet (mehr…)
Für den 14. Januar rufen verschiedene Gruppen zu einer Demo in Gedenken an Mohammad Sillah auf:
Samstag, 14. Januar 2012 – Remscheid Hauptbahnhof
ab 15:00 Uhr Kundgebung
16:00 Uhr Beginn Demonstration
Anlässlich des fünften Todestages von Mohammad Sillah rufen wir zu einer Demonstration in Remscheid auf. Wir wollen auf die Situation der Flüchtlinge in Remscheid und vor allem auf die gesundheitliche Unterversorgung hinweisen. Durch die Demonstration werden wir den Protest der Remscheider Flüchtlinge würdigen und stärken. Seit Mohammad Sillahs Tod haben sie durch kontinuierlichen und hartnäckigen Protest stückweise ihre Isolation durchbrochen und Erfolge erzielt. (mehr…)
Am vergangenen Samstag ist Klaus Kunold, der langjährige Vorsitzende der Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, verstorben. Wir möchten all seinen Freund_innen und allen, die lange Jahre mit ihm zusammengearbeitet haben, unser Beileid ausdrücken und dokumentieren einen Nachruf der VVN-BdA.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Bochum trauert um ihren Vorsitzenden Klaus Kunold, der am 26.11.2011 im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Die VVN-BdA und darüber hinaus die Stadt Bochum verlieren damit eine herausragende Persönlichkeit.
Klaus Kunold, dessen Kindheit und Jugend geprägt war vom Erleben des Faschismus, des Krieges und der Hungerjahre der Nachkriegszeit, setzte sich zeitlebens für die Verwirklichung des Buchenwald-Schwurs der überlebenden KZ-Häftlinge „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ ein. Für sein Eintreten gegen die Restauration und Remilitarisierung wurde er in der Adenauer-Ära mehrfach gemaßregelt und verfolgt. (mehr…)
Am kommenden Freitag führt das Transnationale Aktionsbündnis eine Veranstaltung im Sozialen Zentrum Bochum durch. Zwei Aktivist_innen der Bamako-Dakar-Karawane berichten über ihre Erlebnisse.
Durch der arabischen Frühling und den Krieg in Lybien rückt die Lage von Flüchtlinge und Migrant_innen in Nordafrika und damit das EU-Migrationsregime mit seinen tödlichen Folgen in das Licht der Öffentlichkeit. Dazu gehört auch die weit vor die Grenzen Europas vorverlegte Migrationskontrolle. In diesem Konzept übernehmen nordafrikanische Transit-Staaten die Rolle der „Torwächter“ für die EU.
Das Besondere der Karawane war nicht allein diese politische Reise von 200 Afrikaner_innen durch Afrika, sondern die Teilnahme von 50 Aktivist_innen aus Europa. Es waren Flüchtlinge und Migrant_innen dabei, die das europäische Grenz-, Lager- und Abschiebe-Regime am eigenen Leib durchlebt haben und erfolgreich dagegen kämpfen konnten. (mehr…)